Anbindung an Außenstellen oder von privaten PCs an KuferSQL

Für die Anbindung von PCs, die nicht im lokalen Netzwerk liegen (das können PCs in Außenstellen, Stadtteil-Büros oder Rathäusern wie auch PCs im Privatbereich (Heimarbeitsplätze) sein), an den Datenbestand von KuferSQL steht mit dem Windows Terminal Server, der ein Zusatzbaustein zum Netzbetriebssystem Windows 2000 / 2003 / 2008 Server ist, ein hervorragendes Produkt zur Verfügung.

Technisch gesehen werden dabei nicht mehr die Daten, sondern nur noch die Bildschirminhalte (und auch die komprimiert und nur mit den notwendigen Änderungen) übertragen. Ein Ausdruck an entfernt liegenden PCs ist möglich.

KuferSQL ist ohne Abstriche auf dem Windows Terminal Server oder unter Citrix lauffähig. Ein zusätzlicher Vorteil besteht in der weiteren Verwendungsmöglichkeit von etwas älteren PCs an den Arbeitsplätzen.


Technische Details:

  • Im Kern besteht der Terminal Server aus einer leistungsstarken Windows-2003 oder Windows-2008 Maschine, bei der für jede Anwendung in einer Außenstelle eine eigene Task geöffnet wird und damit nicht mehr die Daten, sondern nur noch die Bildschirminhalte über die Leitung übertragen werden.
  • Die Verlagerung der Rechenleistung hat zwar den Vorteil, dass die Clients wesentlich weniger Rechenleistung benötigen, wobei der Server für die entsprechende Anzahl der Clients gerüstet sein muss. Einen Anhaltspunkt bietet Microsoft in seinen Tests mit Windows 2000. Hier werden beispielsweise bei 40 Anwendern mit stark strukturierten Aufgaben ein Server mit zwei Pentium-III-450MHz-Prozessoren, 0,5 MByte L2-Cache und 1024 MByte Hauptspeicher benötigt. Microsoft empfiehlt allgemein pro Anwender je nach Aufgabenart zwischen 3,3 und 9,3 MByte Hauptspeicher, sowie zusätzliche 128 MByte für das Betriebssystem selbst. Neben der Serverkapazität spielt auch Netzwerkleistung bei zunehmender Anwenderzahl eine Rolle.
  • Hinweise zur Installation von KuferSQL bzw. KuferWIN unter einem Terminal-Server:
    Die Installation ist wie gewohnt über die Setup-Routine nur auf dem Terminal-Server durchzuführen. Es sind dann zwingend folgende BDE-Einstellungen durchzuführen:

    • Alias = Installationsverzeichnis KuferWIN

    • Native/Paradox/Net Dir = Installationsverzeichnis KuferWIN

    • System/Init/LocalShare = True (Wichtig: Wir empfehlen hier keinen Mischbetrieb einzustellen, d.h. alle Rechner, die auf KuferWIN zugreifen, sollten via Terminal Server Dienste zugreifen, auch wenn sie im lokalen Netz liegen.)
      alle anderen Parameter = wie in der Voreinstellung angegeben

  • Fehlermeldung: "Zur Zeit kein Standarddrucker vorhanden" beim Drucken am Terminal-Server: wenn beim Aufrufen der Druckvorschau die o.a. Fehlermeldung erscheint, so kann dies dann auftreten, wenn KuferSQL per Autostart beim Öffnen der Terminal-Server-Sitzung gestartet wird. Unter Umständen dauert das Verbinden der Remote-Desktop-Verbindung mit dem Terminal Server und dem dazugehörigen Verbinden der Drucker länger als der Start von KuferSQL selbst. KuferSQL kann daher keinen Drucker zuordnen. Um dieses Problem zu umgehen, kann der Start von KuferSQL am Terminal-Server in eine Batch-Datei ausgelagert werden. Die Batch-Datei verzögert den Start von KuferSQL um einige Sekunden, damit das Verbinden der Drucker vor dem Start von KuferSQL möglich ist (vielen Dank für diesen Tipp an die VHS Limburg-Weilburg, Hr. Hilb).

Nachteile:

  • Der Windows Terminal Server muss über relativ viel Hauptspeicher verfügen.
  • Die Zwischenablage von Windows ist nur eingeschränkt nutzbar.
  • Die Schreibvorgänge auf die lokale Festplatte oder Diskette sind etwas komplexer.

Einige Kunden, die den Terminal Server bereits einsetzen:

  • KVHS Helmstedt
    Feedback der KVHS Helmstedt zum Terminalserver vom 31.01.2011:
    Wir haben seit zwei Wochen den Terminalserver 2008 für eine Außenstelle im Einsatz. Der Aufruf erfolgt über eine RemoteApp-Verbindung. Die Anbindung funktioniert super. Dank der neuen Druckeranbindung (TS Easy Print) klappt das Drucken wunderbar. Es wird automatisch auf den Standarddrucker des Clients gedruckt (Der Drucker muss nicht auf den Server installiert sein).
  • VHS Ostkreis Hannover in Lehrte
    Ca. 15 PCs in der Zentrale, ca. 4 AS mit je einem PC, Ansprechpartner: Hr. Luthart, (interner) EDV-Betreuer der VHS, Tel-Nr. auf Anfrage
  • KVHS Limburg - Weilburg
    12 PCs in der Zentrale, 1 Außenstelle, 1 Heimarbeitsplatz Verantwortlich für die Realisierung: Firma concipia, Ansprechpartner Hr. Leibmann Auf der Homepage der Firma concipia, existiert unter "Projekte" eine sehr detaillierte Beschreibung zur realisierten Lösung
  • VHS im Norden des LK München (in Garching)
    Ansprechpartner: Hr. Müller-Thielecke, Verwaltungsleiter/Bereichsleiter EDV, (Tel-Nr. 089/3291122) Hauptstelle mit 11 PCs im LAN, 3 weitere Geschäftsstellen mit insgesamt 7 PCs sowie 2 Heimarbeitsplätzen im WAN.
  • VHS Stadt und Landkreis Roth
    Ansprechpartner: Hr. Schlehlein, Leiter der VHS. Die VHS hat zu diesem Projekt einen ausführlichen Bericht erstellt, der bei der VHS (Tel. 09174/47490) angefordert werden kann.
  • IHK Karlsruhe
    Ansprechpartner: Hr. Riebold, Geschäftsführer, EDV-Betreuer der IHK, Tel-Nr. auf Anfrage
  • VH  Ulm
    Ansprechpartner: Hr. Schwietert, (interner) EDV-Betreuer der VH, Tel-Nr. auf Anfrage
  • VHS Wetteraukreis mit Außenstelle in Büdingen
    Ansprechpartner: Frau Wilhelm, Tel-Nr. auf Anfrage
  • VHS Unteres Remstal in Waiblingen und Fellbach
  • VHS Hochsauerlandkreis
  • VHS Isny
  • RZ Moers, einige VHSen in deren Bereich
  • KVHS Peine
  • VHS Vogelsbergkreis
  • VHS Augsburg

    Erfahrungsbericht der VHS Augsburg zum Terminal Server:

    Wir haben mit KuferSQL eine Terminalserverlösung installiert. In unseren 3 "Außenstellen" in Augsburg sitzt jeweils ein Fachbereichsleiter. Wir haben von der Hauptstelle in diese 3 Außenstellen eine Telefonstandleitung geschaltet. Diese  Telefonstandleitung ist eine 2 x 64 kbit Leitung. Die Telefonanlage in den Außenstellen wurde nun so eingestellt, dass eine der beiden 64 kbit Leitungen für die Telefonanrufe genützt wird. Die andere Leitung ist für die EDV-Verbindung zum Terminalserver vorgesehen. Diese Lösung funktioniert für die Bereiche Anmeldung und Auswertung durch die Fachbereichsleiter völlig ausreichend. Wenn allerdings große Listen ausgedruckt werden sollen, ist die Leitung doch etwas überfordert.

    Der große Vorteil liegt natürlich in den niedrigen Verbindungskosten. Wir decken für ca. 90,00 Euro pro Monat und Außenstelle sowohl die Telefon- als auch die EDV - Anbindung ab. Da die Telefonverbindung aber auf alle Fälle benötigt wird, ist der Mehrpreis für die Terminalserverlösung von den laufenden Kosten her sehr gering.

    Einziger Wermutstropfen dieser Konstellation ist es, dass wenn die EDV-Verbindung aufgebaut ist, eine Weitervermittlung von Telefonaten nicht möglich ist, da hierfür die 2. der 64 kbit Leitungen benötigt würde.

    Manfred Geh, Verwaltungsleiter, VHS Augsburg

  • VHS Tuttlingen

    Erfahrungsbericht der VHS Tuttlingen zum Terminal Server:

    Die Volkshochschule Tuttlingen hat 2 Außenstellen (Spaichingen, Trossingen) mit je 2 Arbeitsplätzen. Die Außenstellen sind über je einen Router (über ISDN-Leitung) mit dem Router in der Zentrale verbunden. Auf den Clients in den Außenstellen ist Windows 2000 Workstation mit Terminaldienstclient installiert. Der Server in Tuttlingen läuft unter Windows 2000 Server mit Terminalserver. KuferWIN läuft über den Terminalserver. Das Programm läuft problemlos, stabil und hat gute Antwortzeiten.

    Voraussetzung: leistungsstarker Server

    Paul Däschle, Berufliche Bildung/EDV, VHS Tuttlingen

    Tel: +49 (0)7461/9691-16   (www.vhs-tuttlingen.de)


Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 01.02.2011

 
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